Reiselust

Es gibt nur zwei Weisen die Welt zu betrachten: Entweder man glaubt, dass nichts auf der Welt ein Wunder sei, oder aber, dass es nichts als Wunder gibt.

-Albert Einstein- 

Kroatien

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Schottland

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Radreise Aachen – London

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Australien

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Rumänien

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New York

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Zeit zum Träumen

Ich mache mich gerne auf den Weg, um neue Orte und fremde Kulturen zu entdecken.

Ich möchte dich auf meine Reisen mitnehmen und dich all die Orte die ich gesehen habe mit allen Sinnen wahrnehmen lassen.

Klick dich durch und spüre die Menschenmengen, die sich gemeinsam mit dir durch die Straßen New Yorks quetschen, atme den frischen Wind des Mittelmeeres tief ein und spüre die unendliche Freiheit der schottischen Highlands.

 

Rumänien

Dieser Bericht ist noch in Arbeit. Sei gespannt – Vorfreude ist die schönste Freude!

Kroatien

Nach einem harten September voller Arbeit und Prüfungsstress ist jetzt endlich nochmal etwas Zeit für Erholung, Abenteuer und die Erkundung neuer Welten gekommen! Da das nächste Semester bald wieder anfängt stehen uns nur gute zwei Wochen zur Verfügung. Neben dem Hauptziel Kroatien steht auch noch das eine oder andere Land auf dem Plan, schließlich gehört auch die An- und Abreise zum Urlaub dazu. Ich bin gespannt wohin uns unser Weg letztendlich führt. Wir lassen uns vom Sonnenschein leiten.

In Salzburg war von diesem Sonnenschein noch nicht allzu viel zu erkennen. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen auf der Suche nach einem guten Frühstück ein wenig die Stadt zu erkunden. 

In Slovenien sollte sich die Wetterlage schlagartig ändern. Der Bleder See zeigte sich von seiner schönsten Seite. Im herbstlichen Sonnenlicht wirkten die kleine Insel, die Burg oberhalb des Sees unddie Berge im Hintergrund einfach bezaubernd. Das ist eindeutig ein Ort der zum Verweilen einläd. Abseits des Tourismus sind allerdings auch kleinere Orte wie Radovlijca und Trzic absolut Sehenswert. 

In Trzic wurde mal wieder deutlich wie klein die Welt ist. Nachdem wir uns von einem Kontrolleur die slovenischen Parkverbotsschilder erklären ließen kam er uns nochmal hinterher und fragte ob wir wirklich aus Aachen sind. Es stellte sich heraus, dass er Famile ganz in der Nähe hat. Schön, dass hier jeder mit uns mehr oder weniger fließend deutsch spricht und wir kein einziges Wort slovenisch herausbringen können. Eine Schande!

Über viele kleine slovenische Dörfer führt unser Weg uns in die Hauptstadt Ljubljana. Wir schlendern entlang der Ljubljanika durch die Altstadt. Hier läd ein Cafe nach dem anderen zum verweilen ein. Die vielen wunderschönen alten Gebäude erzählen uns Geschichten aus vergangenen Zeiten. Auf dem Aufstieg zur Burg laufen wir über einen Markt wo uns Obst und Gemüse von den ortlichen Bauern angeboten wird. Der Aufstieg zur Burg lohnt sich voll und ganz. Von hier oben bietet sich ein wunderbarer Ausblick über die Stadt.

Und da ist es endlich! Das Meer! Unmittelbar hinter der kroatischen Grenze auf dem Weg Richtung Rijeka liegt es ganz plötzlich vor uns. Wir fahren an diesem Abend noch bis Senj, wo wir zur Feier des Tages nicht selber kochen wollen. Das die „Platte für zwei“ eher eine Platte für fünf ist, hätte der Kellner uns ruhig vorher verraten können, dann hätten wir uns noch ein bisschen Gesellschaft gesucht. Die Einladung, sich Besteck zu holen und sich dazu zu setzen lehnte er lachend ab, also mussten wir uns selber durchschlagen. Am folgenden Morgen machten wir uns immernoch pappsatt auf den Weg zur Fähre um zur Insel Rab überzusetzen. Unserer Wetterapp zufolge sollte es hier am schönsten sein, sodass wir hier die nächsten Tage verbringen werden. 

Raab hat eine wirklich wundervolle Altstadt die jetzt in der Nebensaison auch nicht allzusehr von Touristen geflutet ist. Unser Auto steht auf einem fast leeren Campingplatz direkt am Meer sodass ich zum schwimmen eigentlich nur 3 Schritte laufen muss. Das nenne ich mal Strandurlaub. Das ewige Wellenrauschen und die Abenteuerlust führen uns dann aber nach einigen Tagen doch dazu aufzubrechen und Neues zu entdecken. Aufgrund der Wetterlage fahren wir nicht wie geplant in Richtung Dubrovnik sondern kämpfen uns durch Wind und Schnee über den Velebit bis hin zu den Plitwitzer Seen. Ja, richtig… Schnee in Kroatien. Damit hatten wir auch nicht gerechnet. Man sollte demnächst also doch die Schneeketten für den Sommerurlaub einpacken.

Morgens war ich noch eine kleine Runde schwimmen, Nachmittags kamen wir dann bei eisigen 2°C an den Plitwitzer Seen an. Nach langer Campingplatz-Suche (teuer, teuer, teuer) entschieden wir uns für den „Bear-Camp“. Auf meine Frage ob wir so spät noch einchecken können erwiderte uns der Besitzer nur, dass wir den Check-In irgendwann machen. Jetzt sollen wir erstmal zu ihm an den warmen Brennofen kommen und einen Schnaps trinken. So kam es, dass der Abend damit endete, dass wir in gemütlicher Runde mit netten Deutschen und Kroaten zusammensaßen, Schnaps brannten und entschlossen am kommenden Tag kroatisch zu kochen und erst am übernächsten Tag über die Holzstege der Plitwitzer Seen zu laufen.

Das klare, grün-blaue Wasser der Seen und das herbstliche Gewand der Bäume und Sträucher ist einfach eine unglaubliche Kombination. Mir fällt es immer schwer die Kamera auch mal ruhen zu lassen. Hier war das fast unmöglich. Ein See sah schöner aus als der andere. Wirklich eine einmalige Erfahrung. Trotz dieser Schönheit springen wir nach nur 3 Tagen in den Bergen schnell wieder ins Auto. Die Temperaturen am Meer haben uns doch deutlich besser gefallen.

Wir machen uns auf den Weg nach Pula wo wir uns wieder ein bisschen Strandwetter erhoffen.

 

Keine Sorge, wir haben uns nicht verfahren… Dies ist nicht das Riesen-Colloseum einer italienischen Großstadt, sondern nur das sechstgrößte Bauwerk dieser Art. Insgesamt merkt man der Stadt Pula aber sehr stark an, dass wir Italien immer näher kommen. Wir sind mittlerweile auf die grandiose Idee gekommen, dass man ja über Venedig zurückfahren könnte. Mit diesem Hintergedanken schauen wir uns jetzt noch zügig die Städte Vodnjan, Bale und Rovinji an, um dann eine Nacht in Slovenien zu übernachten und bis nach Venedig zu fahren. Die drei Städtchen gefallen uns überaus gut, und auch das Wetter lädt wieder dazu ein in T-Shirt und kurzer Hose durch die Gassen zu laufen.

Gegen 15 Uhr erreichen wir Punta Sabbioni, die Spitze einer Landzunge direkt gegenüber von Venedig. Durch ein Pärchen auf dem dem Campingplatz in Slovenien haben wir erfahren, dass man hier für venezianische Verhältnisse zumindest einigermaßen günstig stehen kann. Wir machen uns auf den Weg zur nächsten Vaporetto-Station und stehen vor einer großen Nebelwand. Da hinten, irgendwo da muss Venedig sein…

Venedig ist eine der Städte, die wohl keine touristische Nebensaison miterlebt. die kleinen Gassen und der Markus Platz empfingen uns mit einem regen Treiben. Trotzdem wirkt Venedig immer wieder magisch auf mich. Im tiefen neben Versunken hat die Stadt nochmal einen ganz besonderen Charme. Sobald ich zu Hause bin muss ich unbedingt nochmal den Herr der Diebe von Cornelia Funke lesen.

Leider neigt sich unser Urlaub an dieser Stelle so langsam dem Ende zu. Wir machen uns über den Brenner auf den Weg zurück nach Deutschland und gönnen uns nach einer Nacht auf einem kleinen aber doch relativ lebendigen Mitfahrerparkplatz ein Burger-Frühstück in einem kleinen gemütlichen Restaurant in München. Eigentlich wollten wir hier noch ein-zwei Tage bleiben, leider ist jedoch kein Regenende in Sicht sodass wir noch am selben Nachmittag Richtung Heimat aufbrechen.

 

 

Schottland

Malerische Landschaften, saftig grüne Berge, kristallklares Wasser, atemberaubende Aussichten, unberechenbares Wetter und Schafe soweit das Auge reicht. Egal mit wem man über Schottland spricht, wer einmal dort war kommt absolut begeistert zurück.

 

In nur 8 Tagen (inklusive An- und Abreise) scheint es kaum möglich dieser Vielfalt, die Schottland bietet, auch nur im Ansatz gerecht zu werden. Aber wir wollen möglichst viel von Schottland sehen und fahren deshalb 1000 Meilen quer durch die Highlands von Süd nach Nord, von West nach Ost. Gerade in den Highlands und an der Küste kommen wir an unzähligen malerischen Kulissen vorbei, die mich immer wieder zwingen anzuhalten und Fotos zu machen. Das kann alles nicht echt sein! Irgendwer mit einer Menge guten Geschmack muss das hier alles konstruiert haben….

 

Vom Flughafen in Edinburgh starten wir unsere Reise zum Loch Lomond wo wir am ruhigen Ostufer die erste Nacht verbringen. Ein gemütlicher Abendspaziergang und der Sonnenaufgang am frühen Morgen lassen uns ein paar erste Eindrücke von diesem Land gewinnen. Es ist wundervoll. Ein bisschen wie im Urwald. Alles voller Farn und moosbewachsenen Bäumen. Dazwischen ein paar Schafe die friedlich auf der Wiese stehen. So kann der Urlaub beginnen.

Wir verlassen den Loch Lomond über die A82 entlang der Westküste und fahren über Tyndrum in Richtung Glencoe. Eine absolute Panoramastrecke, die uns aus dem Staunen nicht mehr rauskommen lässt. Die Berge und Täler sind einfach wunderschön! Das Wetter zeigt sich von seiner absolut besten Seite und vom vorhergesagten schottischen Regen ist weit und breit keine Sicht. Sich von Wetterberichten die Laune vermiesen lassen ist in Schottland eben keine Option. Es kommt wie es kommt.

 

Wir können uns hier in den Highlands garnicht satt sehen und halten immer wieder an um ein kleines Stückchen auf den nächsten Hügel zu laufen, Fotos zu machen und uns immer wieder zu freuen, was für ein Glück wir mit dem Wetter haben. Wegen der vielen Pausen erreichen wir unser heutiges Ziel erst am frühen Abend. Über die geschwungene Brücke gehts hinüber auf die Isle of Skye. Die sagenumwobene Insel des Nebels, die ihren Namen ganz gewiss nicht zu Unrecht trägt. Heute Abend verdient sie allerdings glücklicherweise eher den Namen „Insel der Sonne“.

Die folgenden zwei Tage nutzen wir zum Wandern und kommen aus dem Staunen garnicht mehr raus. Wir sitzen oben auf Bergspitzen und schauen in die Ferne. Während uns noch die Sonne ins Gesicht scheint sehen wir in der Ferne bereits dicke Wolken in den Bergen hängen. Trotzdem bleiben wir weiterhin größtenteils von Niederschlägen verschont.

Ich habe noch nie so viel abwechslungsreiche, einmalig schöne Landschaften auf so einem kleinen Fleck gesehen. Und das bezieht sich nicht nur auf die bekannten Orte wie Quiraing, Neist Point, Old man of Storr oder den Fairy Pools. Die gesamte Landschaft der Isle of Skye ist einfach atemberaubend, sodass wir auf den schmalen Straßen die Haltebuchten für entgegenkommenden Verkehr für den einen oder anderen Fotostop missbrauchen müssen. 

In den vergangen Tagen haben wir über die Menschen mit Mückennetz über dem Kopf gelacht. Die sollen sich mal nicht so anstellen. So schlimm sind die paar Mücken doch garnicht. Am heutigen Abend dürfen wir am eigenen Körper spüren, dass die Mücken hier gewaltig was drauf haben. Nun wünschen wir uns sehnlich ein hässliches Netz über dem Kopf! Im Zelt ist es zum Glück kein größeres Problem und wir können ruhig schlafen.

Allein auf der Isle of Skye könnte man ganz problemlos eine oder zwei Wochen verweilen. Jeden Tag eine Runde wandern, wandern, einen Tee trinken und genießen. Allerdings ist die Hälfte unser Reisezeit nun bereits vorbei und wir verlassen die Insel um weiter in Richtung Ullapool zu fahren. Leider hat uns der Sonnenschein mittlerweile verlassen und wir dürfen auch mal kennenlernen wie Schottland im Regen und Nebel aussieht. Der Sonnenschein hat mir deutlich besser gefallen.

Die Straße die uns nach Ullapool führt ist trotzdem absolut sehenswert. Wir entscheiden uns gegen den kurzen direkten Weg und nehmen stattdessen ab Achnasheen die A832 die uns über den Loch Maree bis an die Atlantikküste führt. Hier fahren wir weiter durch tiefe Täler bis zu sandigen Stränden am Meer. Nach einem Tee im Hafen von Ullapool geht es noch weiter bis nach Inverness an der Ostküste. Hier lassen wir den Abend in einem Pub bei Livemusik ausklingen. 

 

Der nächste Tag beginnt mit Regen, viel Regen. Nun wissen wir, was der Platzwart an unserem ersten Campingplatz meinte als er sagte: „In Schottland spricht man erst von Regen wenn das Wasser vom Boden wieder mindestens einen Meter hochspritzt“. Die Straßen haben sich mittlerweile in kleine Seenlandschaften verwandelt. Wir beschließen Loch Ness noch einen kleinen Besuch abzustatten und dann weiter in Richtung Edinburgh zu fahren um den letzten Tag in der Stadt zu verbringen. Loch Ness verlassen wir allerdings auch wieder recht zügig, da sich selbst Nessie bei diesem Wetter einfach nicht blicken lässt. Da es immer weiter regnet nutzen wir den Tag um uns die Whisky-Destillerie Glenfarclas anzuschauen. Definitiv eine gute Idee.

Abends kommen wir schließlich auf dem Campingplatz in Edinburgh an und freuen uns riesig, dass auf der Campingwiese ein überdachter Bereich zum Kochen und Essen zur Verfügung gestellt wird. Da die Zelte noch von der vergangenen Nacht nass sind, macht das Wetter ihnen jetzt auch nichts mehr aus. Großes Lob an die Firma, wir bleiben auch in dieser Nacht trocken.

Am nächsten Morgen sieht es wieder ganz anders aus. Die Sonne scheint! Beste Vorraussetzungen für einen Besuch im Botanischen Garten und der Innenstadt von Edinburgh. Die vielen alten Gebäude machen Edinburgh zur schönsten schottischen Stadt die wir auf unserer Reise gesehen haben. Allerdings auch zur Touristenhochburg. 

Den Abend verbringen wir, nach einer guten Portion Haggis im Pub, auf Arthur’s Seat. Von hier oben hat man Abends einen wundervollen Blick auf die ganze Stadt, die im Licht der untergehenden Sonne liegt. Der perfekte Ort für ein Picknick.

8 wunderbare Tage sind vergangen und ich bin total begeistert von der unglaublich vielfältigen Landschaft. 8 Tage sind beim besten willen nicht genug um zu wandern, zu staunen und zu genießen. Das war garantiert nicht das letzte mal, dass ich dieses tolle Land besucht habe.

Radreise Aachen – London

Auf dieser Welt gibt es unendlich viele wundervolle Orte und ich liebe es, zu reisen und diese Schönheiten zu entdecken! Mit dem Auto, dem Flugzeug oder zu Fuß war ich schon häufiger unterwegs. Eine größere Radreise ist für mich dagegen etwas völlig neues! Deswegen stehe ich Anfangs vor vielen offenen Fragen. „Was brauche ich unterwegs?“, „Wie schnell komme ich voran?“ und vor allem „Schaffe ich das ganze auch ohne ein ausgiebiges Training?“ 

Nach meiner Tour kann ich sagen, dass man sich vorher eindeutig viel zu viele Gedanken macht. Deshalb kann ich jedem ans Herz legen einfach mal loszuziehen und es auszuprobieren! Es war eine wahnsinnig tolle Erfahrung! 

Ich habe in den Tagen im Sattel wundervolle Orte entdeckt, an denen ich mit dem Auto niemals vorbeigekommen wäre, nette Menschen getroffen und ein Stück weit auch mich selber kennengelernt.

Vor der Tour wurde ich häufig gefragt, wie denn eigentlich mein Fahrrad aufgebaut ist und was ich alles auf die Reise mitnehme. Deshalb werde ich zu Beginn auch dazu ein paar Worte verlieren. Wenn du weitere Fragen zur Ausrüstung oder zur gesamten Tour hast bist du jederzeit herzlich dazu eingeladen mir eine kleine Nachricht zu schreiben.

 

Mein Fahrrad habe ich mir in Aachen bei Stassen-Bikes zusammenstellen lassen. Hier ist es möglich ein Fahrrad ganz nach deinen persönlichen Wünschen und Vorlieben zu gestalten. Mit der Shimano XT – Gruppe, einem stabilen Rahmen, Gepäckträgern vorne und hinten und den etwas breiteren Schwalbe Marathon Reifen ist mein Fahrrad bestens für die Reise vorbereitet.

Neben einem zuverlässigen Fahrrad ist aber auch das weitere Equipment ausschlaggebend um für ein allgemeines Wohlbefinden während der Fahrt zu sorgen.

Meine Fahrradtaschen sind vollgepackt mit Reperaturutensilien, Erste-Hilfe-Set, Schlafsack, Isomatte, Wurfzelt, Lebensmitteln, Getränken, Spiritus-Kocher, Regenklamotten, Tagebuch, iPad und natürlich meiner Kamera, die mit Equipment eine ganze Frontroller-Tasche ausfüllt. Das ist zwar eine Menge an Gewicht, für mich als Fotograf allerdings absolut unverzichtbar. Selbst ein Stativ hat noch Platz am Fahrrad gefunden.

Im Großen und Ganzen war ich ziemlich erleichtert und positiv überrascht, dass alles so gut gepasst hat.

Nach vielen Tagen Planung, Vorbereitung und Vorfreude gehts am ersten Tag in Begleitung eines Freundes von Aachen aus über Maastricht und dann weiter in Richtung Antwerpen. Mein erster Gedanke nach den ersten drei Tritten in die Pedalen: „Alter Schwede, was ist das für eine wackelige Angelegenheit!“ Mit 40kg Gewicht habe ich mein Fahrrad ganz ordentlich vollgepackt und muss mich erstmal an die Masse gewöhnen die ich da in den nächsten Tagen bewegen will. Auf dem Weg nach Maastricht fahren wir durch die Alpen von Holland und ich merke immer wieder, dass das vollbepackte Fahrrad sich bergauf wie ein überladener LKW verhält. Trotzdem gewöhne ich mich relativ schnell an das Gewicht. Immerhin sind bergab dagegen auch ganz andere Geschwindigkeiten möglich. Irgendwo in England erreiche ich später meine Spitzengeschwindigkeit von 57 km/h. 

 

Der Weg bis nach Maastricht führt mich durch wundervolle Landschaften und ich bin den Holländern unglaublich dankbar für ihre herrlichen Fahrradwege! Ich bin davon überzeugt, dass hier mehr Flüsterasphalt verbaut ist als auf den deutschen Straßen. Besser könnte es eigentlich garnicht sein.

Nach 40 KM erreichen wir  Maastricht. Standesgemäß ist hier eine Frikandel-Pommes Spezial-Softeis-Pause genau das Richtige. Die Stärkung tut unglaublich gut und gibt neue Kraft für weitere 65 km, sodass am ersten Tag insgesamt 105km auf meinem Tacho stehen. Wow, das ist mehr als ich gedacht habe. Die heiße Dusche am Abend ist eine absolute Wohltat, sodass ich mir direkt sicher bin, dass ich auf der gesamten Tour einen Campingplatz dem Wildcampen eindeutig vorziehe. 

 

Nach dem Kochen gehts dann müde und erschöpft von den vielen Eindrücken des ersten Tages direkt in den Schlafsack. Mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist es doch noch ordentlich kalt.

Am zweiten Tag geht es nach einem frühen Frühstück dann direkt weiter nach Antwerpen. Die anfängliche Freude 45 km am Kanal entlang zu fahren entwickelt sich relativ schnell zum absoluten Albtraum. Ein ungemütlicher Westwind wird am Kanal zum gemeinen Gegenwind und sorgt dafür, dass selbst bei vollem Tritt nur noch eine Maximalgeschwindigkeit von 16km/h möglich ist. Der hinzukommende Regen trägt sein Übriges dazu bei, sodass dies eindeutig die härtesten 45km der Tour werden. Selbst die Kreidefelsen in Dover sollten dagegen später ein Leichtes sein.

Da Traditionen gewahrt werden müssen, gibt es auch in Antwerpen wieder eine ordentliche Portion Frikandel mit Pommes Spezial. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben eine so große Portion Pommes gesehen! Aus der Antwerpener Innenstadt geht es weiter in Richtung Westen und wir unterqueren durch den St. Anna-Tunnel die Schelde. Ich bin begeistert von diesem Tunnel der nur für Fahrräder und Fußgänger zugänglich ist. Wer in der Nähe ist sollte dieses Erlebnis auf jedenfall nicht verpassen!

Der weitere Weg in Richtung Brügge gestaltete sich wieder wesentlich angenehmer und führt durch viele kleine Dörfer mit wundervollen Häusern. 

Der dritte Tag beginnt erneut mit eiskalten Temperaturen, einem von außen pitschnassen Zelt und einem schmerzenden rechten Knie. Der starke Gegenwind war wohl doch einfach zu viel für meine Knie, die die ungewohnte Belastung eben doch nicht so ganz kritiklos wegstecken wollen. Immerhin ist der Campingplatzbetreiber fasziniert von unserer Tour und verlangt nur den halben Preis für die Übernachtung. Nach dem ersten Kilometer im Sattel ist dann auch der letzte Rest schlechte Morgenlaune wie weggeblasen. Bis nach Brügge fahre ich auf einem tollen Fahrradweg durch Felder und Wälder, größtenteils ganz Abseits vom lauten Autoverkehr. Mit einem weiteren Tag mit über 100km auf dem Tacho erreichen wir Brügge. Unibedingt macht sich meine Begleitung von hier aus auf den Rückweg in Richtung Aachen, sodass ich mein Zelt nach einem abendlichen Spaziergang durch diese wundervolle Stadt alleine aufschlage. 

Am nächsten Morgen stelle ich mit großem Schrecken fest, dass ich mir einen extremen Sonnenbrand zugezogen habe. Der Fahrtwind sorgt dafür, dass man garnicht merkt wie sehr die Sonne trotz Wolken brennt. Das morgendliche Eincremen sollte deshalb auf der Fahrradtour genauso dazu gehören wie die regelmäßigen Essens- und Trinkpausen. Ein Müsliriegel zwischendurch kann wahre Wunder wirken.

Von Brügge bis ans Meer ist es garnicht mehr weit, sodass ich 35km später den Strand von De Haan vor mir habe. Bei diesem Anblick fällt mir nochmal ein: Ich habe gerade Urlaub!! Deshalb beschließe ich einfach hier zu bleiben und meinem Knie auch ein wenig Pause zu gönnen! Ich setze mich gemütlich in die Dünen und schaue auf das Meer, höre den Möwen zu und schließe einfach mal die Augen. Das Meer hat immer wieder eine absolut beruhigende Wirkung auf mich. Irgendwie hat es etwas magisches. Ich beschließe den kommenden Tag einfach mal zu verweilen und die Seele baumeln zu lassen. 

Gemütlich unter den Palmen geplant, sah die Tour für diesen 6. Tag noch sehr entspannt aus. Durch die Abwesenheit des Platzwartes auf dem Campingplatz hat sich meine Abreise jedoch schon am frühen Morgen um eine Stunde verzögert. Um 8.30 Uhr ging es endlich los in Richtung Frankreich. Unterwegs komme ich durch einen Vorort von Oostende und stehe vor einer Straßensperrung. Es stellt sich heraus, dass hier heute Flohmarkt ist und neugierig schiebe ich das Fahrrad durch die Straßen. Unglaublich, wie viele Stände sich hier aneinander reihen. Im gesamten Ort herrscht Ausnahmezustand und jung und alt von nah und fern treffen sich auf der Straße. Hier wäre ich gerne noch länger geblieben, aber die Packtaschen lassen mir nicht viel Platz für spontane Einkäufe.

Mit der Grenzüberschreitung nach Frankreich verschwinden schlagartig die wundervoll ausgebauten Fahrradwege, an die ich mich in den letzten Tagen so sehr gewöhnt habe. Die Wege haben nun Schlaglöcher und ich muss immer wieder auf Straßen umsteigen, da keine Radwege mehr vorhanden sind. Da aus zeitlichen Gründen kein ausgiebiges Mittagessen möglich ist, schlinge ich gierig zwei Schokocroissants und ein Eclair hinunter und lege einen weiteren Sprint in Richtung Fähre hin. Besorgte Blicke auf die Uhr und der große Ehrgeiz die 14 Uhr Fähre noch zu bekommen erwecken neue Kräfte in mir und bringen mich zu unerwarteten Höchstgeschwindigkeiten. Mein vollgepackter LKW wird auf diesen Kilometern kurzzeitig zum Rennwagen, sodass ich wenige Minuten vor 14 Uhr am Fährterminal ankomme und der Dame an der Kasse, völlig außer Puste, Geld und Personalausweis auf den Tresen werfe. Ich bekomme nur noch ein Ticket für 16 Uhr, dafür aber auch zwei fest gedrückte Daumen, dass ich schnell genug bin um die 14 Uhr Fähre doch noch zu bekommen. Nach weiteren 3-mal Anhalten und Personalausweis vorzeigen fahre ich als letztes Fahrzeug auf die Fähre. Stolz und am Ende der Kräfte lasse ich mich mit einer Cola in der einen und einem Snickers in der anderen Hand auf einen Stuhl fallen und schwanke im Takt der Wellen von links nach rechts.

 

Bei strahlendem Sonnenschein sehe ich die Kreidefelsen von Dover schon aus weiter Ferne am Horizont leuchten. Dass sie von Minute zu Minute größer und höher werden gefällt mir dann aber so garnicht! Als ich von der Fähre rolle, stehen die Felsen vor mir wie eine unüberwindbare Wand. Zur wunderbaren Aussicht die mich oben erwartet gibt es allerdings nur einen Weg und so kämpfe ich mich Meter für Meter die steile Straße hinauf und sitze anschließend noch mindestens eine Stunde auf den Felsen und genieße die Aussicht. Einfach Traumhaft. Ganz ohne Worte.

Die Nacht verbringe ich auf dem ehemaligen Scout-Campingplatz in der Nähe des wirklich wunderschönen Ortes Deal. Mit 113km habe ich heute die längste und wohl härteste Etappe der Tour hinter mir und bin mir ganz sicher, dass ich heute keine Lust mehr habe den Kocher auszupacken. Nein, heute gibt es ausnahmsweise keine Frikandel mit Pommes Spezial sondern natürlich Fish’n’Chips von einer der zahlreichen Buden an der Strandpromenade.

Wenn du dein Zelt morgens aufmachst und über die Wiese aufs Meer schaust, dann kann der Tag eigentlich nur gut werden! Heute möchte ich über Canterbury in Richtung Rochester fahren. Der Familienvater im Zelt nebenan ist begeistert von meiner Tour und legt mir sehr ans Herz in der Küstenstadt Whitstable zu halten und mir den Hafen anzuschauen. Während er weiter über das Leben in London erzählt versorgt seine Frau mich mit warmen Pancakes. Besser kann der Tag nun wirklich nicht starten.

Heute fahre ich viel über Feldwege durch die „Gärten Englands“, vorbei an riesigen Rapsfeldern in voller Blüte. Dabei warten einige gemeine Steigungen auf mich, sodass ich doch nicht ganz so zügig wie erwartet vorankomme. Mein rechtes Knie schmerzt nach wie vor bei jedem Tritt in die Pedale. Bergauf ist das besonders unangenehm. Die abwechslungsreichen Felder, verträumten kleine Dörfer, blühenden Wälder und  grandiosen Aussichten zaubern mir jedoch einen wundervollen Vormittag.

Leider nehmen diese tollen Strecken im Laufe des Tages mehr und mehr ab und ich muss häufiger auf kleine Landstraßen umsteigen und meinen Weg mit den Autos teilen. 

Nach einer Stadtrundfahrt durch Canterbury genieße ich meine Mittagspause im Park am Wasser und schaue den Touristen dabei zu wie sie sich über die Stour fahren lassen. Mit den vielen Gondeln wirkt das Städtchen wie ein grünes Venedig. Auch die Touristenmassen sind fast vergleichbar sodass ich mich schnell wieder aus dem Staub mache.

Den Nachmittag verbringe ich auf Empfehlung im Fischerort Whitstable, wo sich am Hafen eine Bude an die andere reiht. Neben Souvenirs gibt es überall Fisch, Austern und alles was das Meer sonst so hergibt. An mehreren Ecken sorgen Straßenmusiker für eine ganz entspannte Stimmung. Diese Kleinigkeiten, die einem auf der Reise immer wieder begegnen, sind einfach unglaublich schön.

 

Kurz vor Rochester wird es Zeit ein Nachtlager zu suchen. Tatsächlich habe ich erstmals das Problem, keinen Campingplatz zu finden, was mich aber auch nicht weiter stört, denn nach 7 Tagen in Schlafsack und Isomatte kann man durchaus auch nochmal ein Bett vertragen. Deshalb buche ich mich kurzerhand in einem Hotel ein und bekomme von der netten Dame an der Rezeption sogar ein Zimmer zugeteilt, in dem auch mein Fahrrad einen Platz hat. Glücklich falle ich ins große Doppelbett und stelle fest, dass so eine Matratze eine ganz wunderbare Erfindung ist.

Nach einem wirklich ausgiebigen All-You-Can-Eat-Frühstück ist mein Magen eigentlich wieder bereit für einen Mittagsschlaf. Ich checke trotzdem aus und schwinge mich auf das Fahrrad um die letzten 5km nach Rochester zu fahren. Eigentlich wollte ich mir dort nur kurz die Burg und die Kathedrale anschauen, aber ich habe in den letzten Tagen ja schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass es immer anders kommt als man denkt. In Rochester erwartet mich der absolute Ausnahmezustand. Die Innenstadt ist gesperrt und voller Menschen. Das Sweeps Festival ist in vollem Gange und an jeder Ecke sind Bühnen aufgebaut! Die Weiterfahrt nach London verzögert sich demnach um weitere zwei Stunden, die ich vor den verschiedenen Bühnen verbringe. Nach einem wunderbaren Gespräch und einem gemeinsamen Erinnerungsfoto mit den Heart Collectors, die extra aus Byron Bay in Australien angereist sind, geht es dann endlich weiter in Richtung London.

Die Fahrt durch die Vororte macht mir keinen besonderen Spaß. Die Straßen sind vielbefahren und ich habe immer wieder Angst, dass mir der rechte Arm doch mal ausversehen von einem Autospiegel abgefahren wird. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich gegen Abend endlich in London ankomme. Ich freue mich auf ein paar Tage Entspannung und nach Tagen der einsamen Reise auch wieder auf Zweisamkeit.

Nach 5 wunderbaren Tagen in London haben wir unsere Lieblingsecken gefunden. Natürlich haben wir auch das Touristenprogramm hinter uns, allerdings genießen wir das „echte“ Londoner leben doch wesentlich mehr.  Die verschiedenen Stadtteile sind beherrscht von einer unglaublichen Vielfalt an Kulturen, Gerüchen, Geschmäckern und vielen Läden die dazu einladen ein paar außergewöhnliche Dinge zu entdecken. Die kleinen Wochenendmärkte in Bethnal Green überzeugen mich voll und ganz! Ich habe vorher nirgends so eine große Vielzahl an Blumen und Pflanzen entdeckt. Wahnsinn! Auch der Chelsea Market und der Borough Market werden mit ihren vielen Düften und verführerischen Speisen eindeutig zu unseren Lieblingsorten. Wir könnten den ganzen Tag hier verbringen und würden am liebsten alles probieren. Der St. James Park und die vielen anderen Parkanlagen laden immer wieder zum Verweilen ein. Wenn du dort vorbeischaust solltest du auf jedenfall an ein paar Mandeln für die kleinen Eichhörnchen denken.

 

Nach vielen eindrucksvollen Tagen, wunderbaren Erlebnissen, Höhen und Tiefen habe ich mich entschieden von London aus wieder in die Heimat zu fliegen. Auch wenn die Tour eigentlich bis nach Schottland geplant war. Das Knie hat unter der dauerhaften Belastung keine Chance auf Besserung und mir fehlt eindeutig eine Begleitung auf der Tour. 

Erlebnisse werden einfach erst dann etwas Besonderes, wenn man sie mit jemand Anderem teilen kann.

 

New York

 

Groß, laut, bunt, hoch, voll… Das sind meine ersten Eindrücke, die mir die Stadt bisher geschenkt hat. Durch das klar strukturierte Straßennetz fällt die Orientierung in der Großstadt sehr leicht, sodass ich schon am ersten Tag nur noch sehr selten auf meine Stadtkarte geguckt habe. Wer ein klares Ziel vor Augen hat, findet das hier auch problemlos und schnell. Andernfalls lohnt es sich aber auch einfach durch die Straßen zu laufen und die vielen Eindrücke auf sich wirken zu lassen.

 

Beim Besuch des Time Square kam mir der heutige Regen ganz recht. Durch die nassen Straßen wirkt der ganze Platz durch vielfältige Spiegelungen noch bunter als sonst. 

Der Pier in Long Island City bietet eine überwältigende Aussicht auf die Skyline von Manhattan. Über den East River hinweg verschwimmt der Lärm der Stadt zu einem angenehmen, monotonen Hintergrundgeräusch. Das Hupen der Autos, die Baustellen und die Sirenen wirken dadurch viel erträglicher und werden von Möwengeschrei und dem Rauschen der Wellen überdeckt. Anschließend führte mich mein Weg nach Brooklyn, einem belebten Stadtviertel mit vielen kleinen Läden und den typischen brownstone houses. Am Fuß der Brooklyn-Bridge lädt ein großer, relativ neu entstandener Park mit vielen Sport-, Spiel-, und Ruheplätzen zum aktiv werden ein. Über die Brooklyn Bridge ging es für mich anschließend wieder zurück nach Manhattan.

Anstatt uns auf dem Time Square die Beine in den Bauch zu stehen und uns von den Menschenmassen erdrücken zu lassen, nutzten wir die Zeit das Jahr mit ein bisschen Bildung zu beenden. Das Museum of Natural History war aufgrund des Feiertags relativ leer. Trotzdem sollte man bei der Fülle von Ausstellung genügend Zeit mitbringen um sich alles anzuschauen.

Vom Brooklyn Bridge Park hatten wir abends eine wunderbare Aussicht über die gesamte Skyline. Mit einer großen Pizza auf dem Schoß war das für mich der tollste Ort um in New York in das neue Jahr zu starten.

Ich wünsche euch für das neue Jahr 2016 viele gute Vorsätze, Gesundheit, Erfolg und vor allem immer ein zufriedenes Lächeln im Gesicht!

Das ehemalige Industrieviertel Chelsea wurde über die letzten Jahre hinweg umfassend aufgewertet. In den einstigen Fabrikhallen befinden sich heute stilvoll eingerichtete Cafés und Künstlerateliers. Die Highline, eine stillgelegte Zugstrecke, wurde neu aufgewertet und als Fußgängerzone über den Straßen umfunktioniert. Die Highline endet schließlich im Meatpacking District, welches mit Orten wie dem Gansevoort Market ebenfalls zum verweilen einlädt. Wenig spektakulär aber irgendwie erstaunlich: Ich habe nach 5 Tagen New York heute tatsächlich die erste Tankstelle entdeckt. Bei dem regen Verkehr sollte man eigentlich davon ausgehen, dass es wesentlich mehr Tankstellen geben solle.

New York vereint alleine in Manhattan auf engem Raum viele verschiedene Kulturen. Beim Betreten der Straßen in Chinatown befindet man sich augenblicklich in einer anderen Welt. Kein wunder, denn bis heute sprechen nur weniger als 55% der Bewohner Englisch. Direkt im Anschluss an Chinatown befindet sich Little Italy.

Wenige Blocks entfernt klafft zwischen den Hochhäusern am Fuße des One World Observatory eine große Lücke. Das In Form von zwei großen Wasserfällen und uneinsichtig tiefen Löchern erinnert das 9/11 Memorial an die Anschläge von 2001. 

Was für ein Tag!

Morgens um 7 Uhr machten wir uns auf den Weg zu unserem Bus nach Washington wo wir nach 4 Stunden Fahrt herzlich von Katharina empfangen wurden. Gemeinsam starteten wir einen Spaziergang durch Washington, der sich im Laufe des Tages zu einem Gewaltmarsch entwickelte. Das Wetter war ganz auf unserer Seite und forderte uns regelrecht dazu auf, unsere Jacken, Mützen und Handschuhe schnell wieder auszuziehen. Da in Washington kein Gebäude höher als das Capitol sein darf, unterscheidet sich das Stadtbild ganz grundlegend von dem von New York. Ausgedehnte Parkanlagen und freistehende tempelartige Bauten stehen dabei in deutlichem Gegensatz zu den Hochhäusern New Yorks. Gegen 8 Uhr ging es nach der Besichtigung von Obelisk, White House, Capitol, Arlington Cemetery, und unzähligen Memorials wieder zurück nach New York.

Blauer, wolkenloser Himmel und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die beste Ausgangslage um einmal über die Dächer von New York zu schauen. Von der 70. Etage des Rockefeller Center bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die ganze Stadt. Mit einem Tagesticket hat man die Möglichkeit diesen Anblick sowohl im hellen als auch im Dunkeln zu genießen.

Jedesmal wenn ich die Skyline sehe habe ich das Bedürfnis ein Foto zu machen. So langsam häufen sich die doppelten Fotos. Die Skyline ändert sich einfach nicht. Deshalb musste ich selber kreativ werden und habe zusätzlich mal die Taschenlampe ausgepackt.

Dabei ist das folgende Bild entstanden:

Gestern habe ich das sonnige Wetter dazu genutzt um einfach mal durch den Central Park zu laufen. Da es in den letzen Tagen, insbesondere Nachts, weit unter 0°C war, mussten auch die Enten und Gänse notgedrungen über den See laufen.

Meine Tage in New York waren ein echtes Erlebnis. Die Stadt ist der absolute Wahnsinn und meiner Meinung nach mit keiner Anderen zu vergleichen. New York ist laut, schnell, voll gleichzeitig aber auch ruhig, grün und unglaublich entspannt. Auf engstem Raum leben hier die verschiedensten Menschen miteinander. Ich habe es sehr genossen New York 2 Wochen lang mit aller Ruhe zu erleben. Lieber Freddy, ich bin dir sehr dankbar das du mich die Zeit über bei dir aufgenommen hast. Wenn du nicht hier gelandet wärst, wäre ich so schnell nicht nach hier gekommen.

Australien

Wahnsinn! Endlich ist es so weit!

Am 31. Januar 2015 um 12 Uhr startete mein Flugzeug von Frankfurt über Kuala Lumpur nach Melbourne. Unfassbar viele Eindrücke prasselten in den letzten Tagen auf mich ein und es ist einfach unendlich schön hier zu sein. Mit diesen Fotos möchte ich euch gerne an dem einen oder anderen Augenblick unserer Reise teilhaben lassen.

63 Tage, 4316 Bilder und 14362 Autokilometer später sind wir nun wieder in Deutschland angekommen. Es war eine unbeschreiblich schöne, aufregende Zeit, die ich so schnell wohl nicht vergessen werde. Das eine oder andere Bild hängt mittlerweile groß ausgedruckt an der Wand und erinnert täglich an die wundervolle Zeit die wir Down Under verbringen durften.

Nach guten 22 Stunden Flugzeit hatte ich endlich australischen Boden unter den Füßen. Dieses Gefühl nun auf einem völlig anderen Kontinent zu stehen wirkte irgendwie total irreal. Neben den hohen Temperaturen waren es vor allem die unbekannten Vogelgeräusche die mir klar machten, dass ich nun tatsächlich da war. Das ist also Australien.

Ich war der festen Ansicht, dass sich das Fliegen für mich nun für die nächsten zwei Monate erstmal erledigt hatte. Umso überraschter war ich, als ich erfuhr, dass ich zwei Tage später schon wieder in den Flieger steigen sollte.

Unsere erste Etappe führte uns nach Tasmanien, wo wir mit einem Kleinwagen drei Tage lang die Insel erkundeten. Neben den ersten Linksverkehr-Erfahrungen sammelte ich mir hier direkt auch den ersten Sonnenbrand ein. Die australische Sonne ist in diesem Sinne einfach gnadenlos.

Wieder auf dem australischen Festland angekommen, führte uns unser Weg von Melbourne entlang der Küste bis nach Sydney. Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp im wunderschönen Wilsons Promontory National Park.

Sydney offenbarte sich uns als eine sehr vielfältige, und grüne Stadt mit vielen Parkanlagen, die immer wieder zum entspannen mitten in der Großstadt einladen. Nach einigen Tagen in der Stadt zog es uns dann aber schnell wieder in die Natur. Bevor wir unsere Route an der Küste fortsetzten, machten wir uns auf den Weg in die Blue Mountains.

Unsere Wanderung an den Wentworth-Falls begann an einem stark vernebelten Vormittag. Trotz nicht vorhandener Aussicht wollten wir es uns aber nicht nehmen lassen eine kleine Runde zu wandern. Am ersten Aussichtspunkt angelangt hatten wir freie Sicht auf eine gigantische, weiße Nebelwand…

Als sich aber plötzlich innerhalb weniger Minuten der gesamte Nebel auflöste, waren wir umso begeisterter von der Schönheit die sich uns bot. Wir blickten direkt in eine Landschaft mit riesigen Felsformationen und einem Wasserfall. Das nenne ich mal eine Überraschung.

 

Entlang der Küstenstraße ging es für uns mit einem Zwischenstopp in Byron Bay weiter bis nach Brisbane wo wir ein paar nette Stunden mit Freunden aus Aachen verbrachten. Manchmal muss man für solche Momente eben auch einmal ans andere Ende der Welt reisen.

Von Brisbane aus fuhren wir weiter bis nach Rainbow Beach von wo aus wir mit der Fähre nach Fraser Island übersetzten, um unserem Allrad-zu Hause auf den Sandpisten ein bisschen Auslauf zu gewähren. Der östliche Strand der Insel ist die offizielle Hauptstraße. Geteerte Straßen sucht man dagegen auf der Insel vergeblich.

Mit einem viertägigen Segelausflug stand für uns schon bald das nächste Highlight auf dem Plan. Am Hafen von Airlie Beach ließen wir unseren Prado schweren Herzens für die nächsten Tage zurück und gingen an Bord der Anaconda III. Mit einer Wahnsinnscrew und wunderbaren Leuten an Bord genossen wir die Zeit in vollen Zügen. Die Whitsundays offenbarten sich uns als bisher nicht bekanntes Paradies und unsere Ausflüge in die Unterwasserwelt wurden für uns zum unvergesslichen Erlebnis.

Nach guten fünf Wochen an der Ostküste wurde es nun vorerst Zeit abschied von der Küste zu nehmen. Da wir Melbourne als Start und Ziel unserer Reise gewählt hatten, wurde es langsam Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Mit über 5000km innerhalb von 9 Tagen stand nun unsere Outbacktour vor der Tür. Unser Ziel war es von Townsville bis Adelaide zu fahren, und dabei auch einmal Australiens Niemandsland kennenzulernen. Die erste Etappe führte uns bis Mount Isa, der größten Stadt der Welt! Allerdings nur Flächenmäßig, denn mit guten 20.000 Einwohnern ist sie nichtmal annähernd mit dem Wort „Großstadt“ zu beschreiben. Von Mount Isa ging es weiter zu den Devils Marbles, eine Felsformation, die wirklich mitten im Nichts liegt. Der nächtliche Sternenhimmel bei Neumond war einfach überwältigend. Es ist mir nicht möglich, dieses Gefühl hier mit Worten zu beschreiben. Wenn man vom Outback hört, hat man immer dieses Bild von roter Erde und einem weitem nichts im Kopf. Mehr gibt es auch nicht. Außer vielleicht das eine oder andere tote Rind am Straßenrand und tausende Fliegen, die sich auf einen stürzen, sobald man die Autotür aufmacht. 

Kurz hinter Alice Springs, auf einer Schottenpiste auf dem Weg zum Uluru, hatten wir mitten im Nichts (wo auch sonst) unseren ersten Platten. Bei über 40°C und gnadenlos strahlender Sonne macht das Reifenwechseln mit 2000 Fliegen im Gesicht besonders viel Spaß. Wieder einmal, und gerade in dieser Situation, ist mir die unglaubliche Hilfsbereitschaft aufgefallen, die wir in ganz Australien immer wieder erleben durften. Die zwei Autos, die während unserer Panne an uns vorbeikamen hielten an und fragten ganz selbstverständlich, ob sie uns irgendwie helfen können und ob wir genug Wasser, Essen und einen Ersatzreifen dabei haben. Es ist ein sehr beruhigendes Gefühl zu wissen, dass man sich hier auf andere verlassen kann, denn bis zum nächsten Ort, wo man mit seinem Handy auch Empfang hat, sind es häufig mehrere hundert Kilometer.

Ca. 120 km vor Ulara mussten wir erneut eine Zwangspause einlegen. Unser Kühler hatte aufgrund eines defekten Ventils immer wieder das große Bedürfnis Unmengen an Kühlwasser auszuspucken. Unsere Reise bis zum Uluru setzten wir demnach im Fahrerhaus eines Abschleppwagens fort. Trotz kaputtem Auto war auch das ein ganz besonderes Erlebnis. Wann bekommt man sonst schonmal vom Abschleppwagenführer eine Privatführung durchs Outback und wird direkt auf dem Campingplatz abgesetzt? Vielen Dank dafür Tony!

Nach unserem Outback-Abenteuer machten wir uns Von Adelaide wieder auf den Weg nach Melbourne. Mit der Great Ocean Road hatten wir einen weiteren sehr schönen Abschnitt vor uns. Nach den hohen Temperaturen im Inland waren wir überrascht, wie kalt es mittlerweile im Süden geworden war. Das Thermometer zeigte nur mit viel Mühe Temperaturen mit einer maximalen Obergrenze von 20°C an, sodass wir an der stürmischen Küste erstmals sogar Jacken und Pullover auspackten.

Die letzten Tage verbrachten wir in der in der wunderschönen Stadt Melbourne, bevor es letztendlich schweren Herzens, aber auch mit Vorfreude auf Freunde und Familie wieder zurück nach Deutschland ging.

 

Dein Fotograf aus Aachen

 

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